Elisabeth Noelle

deutsche Meinungsforscherin; Pionierin der Meinungsforschung, 1947 Gründerin (zus. mit ihrem Mann Erich P. Neumann († 1973)) und Geschäftsführerin des ersten dt. Meinungsforschungsinstituts "Institut für Demoskopie in Allensbach" (IfD); Prof. der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz 1965-1983 und Gründerin des dortigen Instituts für Publizistik; zahlr. Veröffentlichungen, u. a. "Schweigespirale"

* 19. Dezember 1916 Berlin

† 25. März 2010 Allensbach

Herkunft

Elisabeth Noelle, ev., wurde 1916 in Berlin als Tochter des Fabrikanten Dr. jur. Ernst Noelle geboren. Sie wuchs mit zwei Brüdern und einer Schwester auf. Ihr Großvater mütterlicherseits war der Bildhauer Fritz Schaper (1841-1919), der u. a. Denkmäler von Goethe (Berlin), Lessing (Hamburg), Luther (Erfurt) und Krupp (Essen) geschaffen hatte.

Ausbildung

N. besuchte Schulen in Berlin, ab 1933 das Elite-Internat Schloss Salem am Bodensse und legte das Abitur in Göttingen ab. Danach studierte sie ab 1935 Geschichte, Philosophie, Zeitungswissenschaften und Amerikakunde an den Universitäten Berlin, Königsberg/Preußen und München. Von 1937 bis 1938 war sie DAAD-Austauschstudentin an der Journalistenschule der University of Missouri in Columbia/USA. Nach einer Weltreise über Japan, China und den Vorderen Orient kehrte sie nach Berlin zurück. 1940 promovierte sie bei Emil Dovifat (Nestor der deutschen Publizistikwissenschaft) mit der Arbeit "Meinungs- und Massenforschung in USA" zum Dr. phil. (Gegner N.s beklagten ...